Sonntag, 26. April 2026

Psychologische Initiative für Heilung im Schul- und Bildungswesen

 

Sehr geschätzte Leserin, sehr geschätzter Leser,

den Kindern, die seit vielen Jahren meine psychologische Unterstützung suchen, ist gemeinsam, dass sie alle von mehr oder weniger stark ausgeprägter adultistischer Behandlungsweise bis hin zu adultistischer Gewalt im Schul- und Bildungswesen betroffen sind. 

Seit langer Zeit nun bin ich also darum bemüht, in den sich immer mehr häufenden Einzelfällen diese jungen Menschen und ihre Familien dabei zu begleiten, ihr eigenes Denken und Handeln sowie auch das Denken und Handeln der sie umgebenden Menschen in der Weise positiv zu beeinflussen, um das Auftreten adultistischer Handlungen und Gewalt zu reduzieren. 

Dieses Bemühen erfährt jedoch Grenzen da, wo die Zahl der Fälle steigt und steigt. Dieses Bemühen erfährt auch Grenzen dort, wo die im Schul- und Bildungswesen beteiligten und agierenden Menschen keine Bereitschaft zeigen, adultistische Haltungen, Handlungen bis hin zu adultistischer Gewalt zu erkennen und zu unterlassen.

Somit Bedarf es einer psychologischen Initiative für mehr Adultismus-Bewusstsein.

Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass dieses Adultismus-Bewusstsein vermutlich die entscheidende Grundvoraussetzung für jegliche Heilung im Schul- und Bildungswesen überhaupt sein dürfte, somit ist dies zugleich eine Initiative für Heilung im Schul- und Bildungswesen.

Und da es hierbei nicht nur um die psychische Gesundheit aller Beteiligten geht, sondern auch sehr wesentlich um eine Frage der Gewalt, ist dies zugleich eine Initiative für mehr Frieden im Schul- und Bildungswesen.

Und da alle heranwachsenden Menschen dieses durchlaufen, ist sie zugleich eine Initiative für mehr Frieden in unserer Welt.

Es mag sich also lohnen für Sie, liebe Leserin und lieber Leser, dieser Initiative etwas Beachtung zu schenken.

Was nicht nur von mir beobachtet, sondern von vielen Seiten beschrieben und benannt wird, ist zum einen die ständig wachsende Zahl von psychischen Problemen, psychischer Belastung bis hin zu psychischen Störungen und psychischen Erkrankungen heranwachsender Menschen. Die therapeutischen und psychiatrischen Praxen, Kliniken und diagnostischen Zentren sind voll und führen monate- bis teilweise jahrelange Wartelisten.

Zum anderen wird von vielen Seiten beobachtet und beschrieben das Phänomen des teilweise massiven Gewaltpotenzials von jungen Menschen an Schulen.

Eine psychische Dysbalance ist offensichtlich, die nicht mehr nur einzelne Menschen betrifft, sondern sich in ihrer Häufigkeit in Richtung "Normalität" bewegt. 

Daher dürfen wir uns alle in der Verantwortlichkeit sehen und dies als eine kollektive Aufgabe begreifen und nicht mehr nur als Herausforderung für einzelne Menschen.

Wer hier nun zu Heilung beitragen möchte, darf sich bewusst werden und sein, dass auslösender Faktor, um eine erkrankte oder gestörte psychische Balance eines Menschen heilend zu beeinflussen, Liebe, Anteilnahme und Verständnis ist.

Liebe, Anteilnahme und Verständnis ist der grundlegende, wesentliche, entscheidende und auslösende Faktor in allen Formen der heilenden Beeinflussung einer aus dem Gleichgewicht geratenen psychischen Balance (als das wir psychische Störungen und Erkrankungen begreifen dürfen).

Dies dürfen wir als für die Wesenhaftigkeit der menschlichen Psyche feststehende Gesetzmäßigkeit begreifen.

Im Rahmen dieser Initiative möchte dies auch praxisorientiert illustriert werden. 

Mein Ansinnen ist also, zu mehr Adultismus-Bewusstsein in unserer menschlichen Gemeinschaft grundsätzlich beizutragen und zu mehr Heilung und Frieden im Schul- und Bildungswesen im Besonderen. 

Ich danke Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, für Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Offenheit und Ihren Beitrag zu diesem für uns alle sehr wichtigen Ansinnen.

Alles Gute! 

Ihre Franziska Klinkigt 






Montag, 2. März 2026

Psychologe bei Schulabsentismus gesucht!

by Pixabay

"Hilfe! Ich will nicht (mehr) zur Schule!"

Wie ernstzunehmend ist so eine Aussage eigentlich? Fällt sie aus einer momentanen (Un)Lust und Laune heraus oder steckt mehr dahinter?  

Das Phänomen, wenn Kinder und Jugendliche nicht mehr regelmäßig in die Schule gehen oder gehen wollen, wird Schulabsentismus genannt. Darunter fallen verschiedene weitere Begriffe wie Schulangst, Schulphobie, Schulunlust, Schulschwänzen, Schulverweigerung. 

Meine Erfahrung seit vielen Jahren speziell mit Fällen von Schulabsentismus zeigt, dass es wichtig ist, keine schnellen Urteile und pauschalen "Diagnosen" zu fällen, sondern sehr genau und ganz individuell hinzuschauen und Lösungen zu finden. 

Wenn ein junger Mensch in Deutschland Nein zur Schule sagt, kann dieser Zustand nicht nur Mütter und Väter, sondern auch die damit befassten Menschen in Schulen, Beratungsstellen, Behörden, Gerichten in eine wirkliche Zwickmühle bringen.
Dem Phänomen Schulabsentismus wird - nicht immer, jedoch sehr häufig - mit defizitorientierten Erklärungsansätzen und/oder Sanktionierung begegnet. Ich nehme wahr, dass es dabei auch zu Akten von Überforderung bis hin zu Gewalt kommt: in Form von Vorwürfen, Schuldzuweisungen, Pathologisierung und Unterstellungen, bedrängenden Fragen und Behauptungen bis hin zu bedrohenden Aussagen und Androhung oder Durchsetzung von Maßnahmen (z.B. Sorgerechtsentzug, Buß- und Zwangsgeld, (kinder)psychiatrische Unterbringung/Behandlung).
Zwei wichtige Fragen stehen im Raum: 
Wie steht es um die Erfüllung oder Verletzung der Schulpflicht?
Wie steht es um das Kindeswohl? 
Nicht selten wird empfohlen einen Arzt, Psychotherapeuten oder Psychologen aufzusuchen. Nur welche Unterstützung ist passend?
Meine psychologische Begleitung kann der Klärung und Orientierung dienen oder auch der konkreten Lösungsfindung. Meinen psychologischen Ansatz benenne ich gern als ressourcen- und lösungsorientiert, deeskalierend, kommunikationsfördernd sowie gewaltbewusst und adultismus-sensibel.
Ganz gleich, welcher Hintergrund hinter einem Ausdruck von Schulabsentismus liegen mag, so ist meiner Ansicht nach ein junger Mensch in seinem Erleben und auch Urteilen ernst zu nehmen und in einen Lösungsprozess selbstverständlich einzubeziehen. Dies geschieht leider jedoch nicht immer.  
Wenn ich unterstützen darf, finden Sie unter Kontakt/Impressum meine Kontaktdaten. Zu meinen Beratungskonditionen finden Sie Informationen unter Angebote und Leistungen.

Freitag, 20. Januar 2017

Alle Jahre wieder die Einschulungsuntersuchungen - Mein offener Brief an die Ärztin im Gesundheitsamt

Dieser Brief erschien im Jahr 2016 im unerzogen-Magazin.



Sehr geehrte Frau Ärztin im Gesundheitsamt …
Eine Mutter berichtet über Erlebnisse bei der Vorschuluntersuchung
Im Rahmen der obligatorischen Vorschuluntersuchung wurde die 6-jährige Marie in Begleitung ihrer Mutter beim Gesundheitsamt vorstellig.